Eine Corona Generation verhindern

Die Corona-Krise hat nicht nur Auswirkungen auf die bereits arbeitende Bevölkerung. Auch die Generation, die in das Berufsleben startet, ist stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Betriebe mussten ihre Produktion runterfahren, Lieferketten wurden auseinandergerissen und viele Kolleginnen und Kollegen befinden sich in der Kurzarbeit. Rund jeder zehnte der 492 befragten Betriebe im IG Metall Organisationsbereich (ganz Deutschland) zieht daraus den Schluss, in Zukunft weniger auszubilden. Auch die Chancen für dual Studierende, Werksstudierende und Praktikant*innen Stellen zu finden, werden schlechter.

Wir bei Vallourec bilden auch weiterhin so viele Menschen aus wie vor der Corona-Krise.

Christiane Brenner, zweite Vorsitzende der IG Metall betont: „Es darf keine ‚Generation Corona‘ unter den Auszubildenden und dual Studierenden geben.“ Es müssen Maßnahmen unternommen werden, um dramatische Langzeitfolgen, wie hohe Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden. Um solidarisch durch die Krise zu kommen und die Zukunftschancen der jungen Generation zu erhalten hat die IG Metall Jugend die Kampagne „ORGANiCEsolidarity“ ins Leben gerufen. In der Aktionswoche  „ORGANiCEsolidarity – Ausbildung und (duales) Studium sichern“, vom 28. September bis 2. Oktober finden deshalb zahlreiche dezentral organisierte Veranstaltungen in den Betrieben und in der Öffentlichkeit statt, die zeigen sollen, dass in der Krise auch eine Chance steckt, wenn alle solidarisch zusammenstehen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der IG Metall Seite unter diesem Link

Infos zum Start in die Ausbildung

Mit dem Beginn der Ausbildung startet für die Auszubildenden auch ein neuer Lebensabschnitt. Unter folgendem Link findet ihr eine Zusammenstellung mehrerer Artikel und des Magazins der IG Metall mit Tipps und Informationen zum Ausbildungsbeginn. Dort findet ihr verschiedene Kapitel in denen Begriffe kurz erklärt werden und die einen Überblick über die Rechte, Ansprüche und Möglichkeiten von Azubis geben. Außerdem findest du dort auch Ansprechpartner der IG Metall und eine Erklärung, wofür die Gewerkschaft einsteht.

Auch kommt ihr unter diesem Link zu den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Ausbildung und Ausbildungsstart.

Auszubildende 2020

Trotz der spürbaren Auswirkungen der COVID-19 Pandemie hat am Dienstag auch bei Vallourec das neue Ausbildungsjahr gestartet. Für 32 junge Menschen hat der nächste große Lebensabschnitt begonnen. In 2-4 Jahren werden sie ihre Ausbildung in den verschiedenen Ausbildungsberufen absolvieren: Zerspanungsmechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in, Industriemechaniker/in, Maschinen- und Anlagenführer/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik und Industriekaufmann/-frau.

Wir freuen uns, unsere neuen Kollegen willkommen zu heißen und euch auf diesem besonderen Weg zu begleiten. Solltet ihr auf diesem Weg Hilfe benötigen erinnert euch, eure Azubi-Kollegen, Ausbilder, die Jugend- und Auszubildendenvertretung und auch der Betriebsrat helfen euch gerne.

Neuigkeiten aus der Kantine – der Azubi-Tisch

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben wir einen neuen Tisch in der Kantine eröffnet. An diesem Azubi-Tisch können unsere Azubis ihr Mittagessen genießen, ohne sich vorher umziehen zu müssen.

Ihr könnt direkt in eurer Arbeitskleidung in die Kantine gehen, euch eurer Mittagessen holen und an diesem besonderen Tisch genießen. Der Tisch wird mit einem Schild gekennzeichnet und falls ihr ihn nicht finden solltet, könnt ihr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kantine fragen, sie werden ihn euch gerne zeigen.

Den aktuellen Speiseplan findet ihr nicht nur im Intranet, sondern auch hier. Jeden Freitag wird hier der Plan für die kommende Woche hochgeladen. Ihr findet die aktuellen Gerichte natürlich auch in der Kantine hinter der Theke.

Hier seht ihr wie das Schild aussieht und wo es platziert ist:

In diesem Sinne: Mahlzeit.

Kurzarbeit verlängert, Vorteile für Beschäftigte

Zahlreiche Forderungen der IG Metall werden bei der Verbesserung der Kurzarbeit durch die Regierungskoalition umgesetzt. Was bringen die Beschlüsse für die Beschäftigten und welche Probleme bleiben ungelöst?

„Gut, dass die Koalitionäre die Regelungen zur Bezugsdauer und Aufzahlung auf das Kurzarbeitergeld verlängert haben und dass es steuerliche Erleichterungen für die Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld gibt“, sagt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall. „Nun gilt es sicherzustellen, dass die Beschlüsse des Koalitionsausschusses im parlamentarischen Verfahren nicht weiter verwässert und an einigen Stellen nachgeschärft werden.“

Hier ein paar Details über die Beschlüsse und die Bedeutung für Beschäftigte – alle weiteren findet ihr unter folgendem Link:

  • Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds steigt auf 24 Monate, längstens bis zum 31.12.2021.
    Kommentar der IG Metall: gut, sollte noch besser über 2021 hinaus gelten, die Kurzarbeit sollte ab Beginn 24 Monate lang laufen können
  • Erleichterter Zugang zur Kurzarbeit durch die COVID-19 Pandemie geht weiter: Bis zum 31.12.2021 für alle Betriebe, die bis zum 31.03.2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben. Vereinfachter Zugang heißt: Beschäftigte müssen keine Minusstunden aufbauen. Und: Kurzarbeit ist möglich, sobald zehn Prozent der Belegschaft von einem Arbeitsausfall betroffen sind.
    Kommentar der IG Metall: Gut so!
  • Die Erhöhung des Kurzarbeitergelds wird fortgeführt, bis zum 31.12.2021. Bedeutet: Ab dem 4. Monat Kurzarbeit steigt das Kurzarbeitergeld auf 77 Prozent des ausgefallenen Lohns (Kinderlose: 70 Prozent), ab dem 7. Monat auf 87 Prozent (Kinderlose: 80 Prozent). Kommentar der IG Metall: Mit dem regulären Kurzarbeitergeld (60 bzw. 67 Prozent des ausgefallenen Lohns) kommen viele Beschäftigte kaum über die Runden. Die gesetzliche Aufstockung ist deshalb wichtig. Die IG Metall setzt dabei aber vor allem auf betrieblich und tariflich vereinbarte Aufstockungen durch die Arbeitgeber.

Grundsätzlich setzt sich die IG Metall für weitere Verbesserungen bei der Kurzarbeit ein. Die Forderungen bleiben: Aus dem Bezug von Kurzarbeitergeld und Zuschüssen zum Kurzarbeitergeld dürfen keine steuerlichen Nachteile für Beschäftigte entstehen. Bislang drohen Steuernachzahlungen.

Außerdem wollen wir die Bezugsdauer des Transferkurzarbeitergelds (Transfer-KuG) auf 24 Monate verlängern. Das Transfer-KuG hilft, wenn Beschäftigte trotz aller Bemühungen nicht im Betrieb gehalten werden können. Nur wenn es längerfristig fließt, können viele Kolleginnen und Kollegen eine tragfähige Qualifizierung oder Umschulung abschließen.

Grundsätzlich fordert die IG Metall bei der Kurzarbeit mehr Verlässlichkeit, statt im Halbjahrestakt über Anpassungen zu diskutieren. Die Bundesregierung sollte rechtzeitig vor Auslauf der befristeten Regelungen, spätestens aber im Juni 2021, über die weitere Fortführung der Kurzarbeit entscheiden.

Leiharbeiter sind keine Streikbrecher

2017 wurde das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz überarbeitet. Seit diesem Zeitpunkt darf ein Arbeitgeber Leiharbeiter nicht tätig werden lassen, wenn sein Betrieb von einem Arbeitskampf betroffen ist. Jetzt wurde die Verfassungsbeschwerde eines Kinobesitzers zurückgewiesen.Streiks würden wirkungslos und das Kräfteverhältnis in Tarifauseinandersetzungen zulasten der Gewerkschaften verschoben, wenn Leiharbeiter als Streikbrecher eingesetzt würden. Die DGB-Gewerkschaften begrüßen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Es bestünde für die Gewerkschaften kein Mittel mehr, um Druck auf den Verhandlungsgegner auszuüben, wenn Leiharbeit in einem bestreikten Unternehmen unbegrenzt eingesetzt wird.

Die Begründung des Gerichts findet ihr in dem Artikel der IG Metall unter folgendem Link.

Die IG-Metall App

Über diese App erhalten Mitglieder und Interessierte eine Übersicht über die aktuellen Tarifentgelte, sowie die neusten Informationen zur Covid-19 Pandemie und Tarifverhandlungen. Über Push-Benachrichtigungen und Ticker ist man stets auf dem aktuellen Stand. Zusätzlich erhält man Zugang zu den online Services der IG Metall, wie zum Beispiel der IG Metall-Leistungsrechner und die Geschäftsstellensuche.

Unter diesem Link findet ihr die App im App Store für iOS.

Unter diesem Link findet ihr die App im GooglePlayStore für Android.

Heiße Arbeitsttage mit Maske überstehen

Auch im Hochsommer sind viele Beschäftigte verpflichtet, am Arbeitsplatz einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Mit den folgenden Tipps hilft euch die IG Metall, heiße Arbeitstage in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel mit Maske zu überstehen.

Wichtig ist: steigende Temperaturen und Hitze sind nicht alleine das Problem von Beschäftigten. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Arbeit Gesundheit und Leben möglichst nicht gefährdet und restliche Gefahren gering gehalten werden. Hier findet ihr den Artikel der IG Metall, was der Arbeitgeber bei welchen Temperaturen genau beachten muss.

Ein Mund- und Nasenschutz ist nicht an jedem Arbeitsplatz verpflichtend. Lediglich dort, wo Abstands- und Hygienevorgaben durch persönliche Maßnahmen unterstützt werden müssen sind Beschäftigte dazu verpflichtet, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. In manchen Berufen haben Gefährdungsbeurteilungen ergeben, dass dieser Schutz dauerhaft getragen werden muss. Durch den zusätzlichen Widerstand für die Atemmuskeln durch das Atmen durch ein Maskentuch steigt die körperliche Belastung. Besonders FFP-Masken ohne Ausatemventil erschweren die Atmung und damit die Sauerstoffversorgung und Temperaturregulierung. Hitze verschlimmert diese Situation. Beschäftigte können unter Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen leiden. Ein weiteres Problem entsteht durch Schweiß. Die Maske wird schneller feucht und wird somit zu einem Nährboden für Viren.

Unter diesem Link findet ihr den Artikel der IG Metall, worauf Beschäftigte und Arbeitgeber in dieser Situation achten müssen.

Online Weiterbildung während Corona

Viele Einschränkungen durch COVID-19 wurden gelockert und Weiterbildungen können teilweise wieder vor Ort stattfinden. Dennoch biete die IG Metall allen die Möglichkeit, sich weiterhin über kostenlose E-Learning Module fortzubilden. „Die Zusammenstellung soll Beschäftigte bei ihrer beruflichen Bildung im Transformationsprozess unterstützen“, erklärt Markus Brönner, Weiterbildungsinitiator bei der Kritischen Akademie der IG Metall in Inzell. „Bei den kostenlosen E-Learning-Angeboten sind auch hochqualitative Plattformen und Kurse dabei, die normalerweise richtig Geld kosten. Sehr viele dieser Weiterbildungsangebote haben wir bereits über unsere Steuerzahlungen mitfinanziert, jetzt ist die Zeit, uns davon etwas zurückzuholen. Das sollten Beschäftigte nutzen,“ so Markus Brönner weiter.

Alle online Weiterbildungsangebote findet ihr auf der IG Metall Website oder unter diesem Link:

Reisholz, das Ende einer Ära

Mit musikalischer Untermalung wurde am 19. Juni das letzte Rohr aus dem Walzwerk in Reisholz gehoben. Begleitet wurde dieser denkwürdige Augenblick von lautem Gehupe aus den Kränen. Nicht nur die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der letzten Schicht im Walzwerk, sondern auch die Kolleginnen, Kollegen und Betriebsräte aus den anderen Werken der VAD, sowie Gäste der IGM zeigten dem Werk ihren Respekt und gaben bis zur letzten Schicht ihr Bestes, das Werk gebührend zu verabschieden. Genauso, wie sie sich von den Kollegen / -innen verabschieden müssen, die das Unternehmen verlassen. Die Hälfte hat Aufhebungssverträge unterschrieben, ein Viertel geht in die Freizeitphase der Altersteilzeit. Damit werden 75 Prozent der Mitarbeiter/-innen aus Reisholz Vallourec verlassen. „Das ist mehr, als wir erwartet haben“, sagte der Betriebsratsvorsitzende des Werkes Reisholz, Ayhan Üstün. Lediglich 65 Mitarbeiter/-innen bleiben dem Unternehmen erhalten. Sie werden und wurden in den Werken in Mülheim an der Ruhr und Düsseldorf Rath versetzt. Durch Corona und Unterbeschäftigung erwartete Sie nach der Versetzung die Kurzarbeit. Doch auch diese Krise werden die Mitarbeiter/-innen von Vallourec gemeinsam meistern.

Zum Abschluss des Werkes Reisholz wurde eine Woche später eine Belegschaftsversammlung veranstaltet, zu welcher auch Mitarbeiter/-innen aus den anderen Werken, dem Forschungszentrum und der Hauptverwaltung eingeladen wurden. Sie sollten die Gelegenheit bekommen, dieses Kapitel der Geschichte Vallourecs mit abschließen zu können. In 4-6 Wochen wird das letzte fertige Rohr das Werk Reisholz endgültig verlassen und die Tore werden ein letztes Mal geschlossen. Das Ende einer Ära.

Hier kommt ihr zum Video dieses besonderen Augenblicks:

https://www.facebook.com/rp.duesseldorf/videos/3243376872553377/