Konstituierende Delegiertenversammlung der IGM Düsseldorf-Neuss

Mit einem sehr guten Ergebnis wurde Karsten Kaus zum 1. Geschäftsführer der IG Metall Düsseldorf Neuss wiedergewählt. Volker Consoir wurde als 2. Geschäftsführer und Kassierer mit einem hervorragenden Ergebnis in seinem Amt bestätigt.

Sie vertreten über 22.000 IG Metaller in Düsseldorf und Neuss

Wolfgang Freitag unser BR Vorsitzender und Alexander Szlieszus, VK Leiter, wurden zu Beisitzer für das Leitungsgremium Düsseldorf Neuss, dem Ortsvorstand, wieder- und neugewählt

Wegen der Corona-Pandemie musste die ursprünglich für März geplante Delegiertenversammlung verschoben werden und konnte jetzt unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln im traditionsreichen Vallourec Werk in Reisholz durchgeführt werden.

Unter dem Motto Alte gehen – Neue kommen wurde u.a. Ayhan Üstün ehemaliger Betriebsratsvorsitzender von Vallourec in Reisholz als langjährige Ortsvorstandsmitglieder gebührend verabschiedet.

Die IGM Geschäftsführung Düsseldorf Neuss sieht mutig in die Zukunft.
Die IG Metall steht vor großen Aufgaben. Die Corona-Krise wirkt derzeit nicht nur in der Automobil- und Zuliefererindustrie wie ein Brandbeschleuniger für die Transformation sondern in allen Branchen und Industriezweigen. Für das wiedergewählte Führungsduo steht vor allem die Weiterentwicklung der gewerkschaftlichen Durchsetzungsfähigkeit im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Auch die Erhöhung der Tarifbindung in den Metallbetrieben der Region wird ebenso Schwerpunkt der nächsten Amtszeit.

Klimaneutraler Stahl – Beschäftigte und Betriebe wissen wie

Das Direktreduktionsverfahren kann Eisenerz mithilfe von Wasserstoff zu Eisenschwamm reduzieren. Dieser wird anschließend im Elektrolichtbogenofen zu Rohstahl verarbeitet. Durch dieses Verfahren lassen sich auf der gesamte Prozesskette bis zu 95 Prozent der CO₂-Emissionen einsparen. Klimaneutral Stahl zu produzieren ist also technisch möglich. Es mangelt bisher aber an politischer Unterstützung. mehr…

 

 

Gegendemo

Die IG Metall Düsseldorf-Neuss ruft zur Teilnahme an der Gegendemo von Düsseldorf stellt sich quer am 20.09.2020 ab 14 Uhr am Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf auf.

 

Was ist eigentlich das Handlungskonzept Stahl?

Das “Handlungskonzept Stahl” hat die Bundesregierung gemeinsam mit der IG Metall und den Betriebsräten erarbeitet und nun ­beschlossen. Es soll die deutsche Stahlindustrie auf dem Weg zu einer klimaneutralen Produktion unterstützen und Arbeitsplätze sichern.

Auf Grundlage des Handlungskonzepts Stahl sollen künftig Investitionen in treibhausgasarme und treibhausgasfreie Technologien in der Stahlindustrie unterstützt und die industrielle Nutzung von Wasserstoff vorangebracht werden.
Auch hat die Bundesregierung eingesehen und zugesichert, dass die Lage der Stahl- und anderer Grundstoffindustrien eine Überprüfung des handelspolitischen Instrumentariums der EU erfordert und bei der Reform des Emissionshandelssystems und der Überarbeitung des Beihilferahmens für den Green Deal berücksichtigt werden muss.
So hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Zukunft der Stahlindustrie auch Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden soll.

Jetzt geht es um die richtige Umsetzung
Die IG Metall hat politisch lange für das Handlugnskonzept gekämpft und begrüßt die Verabschiedung des Papiers. Allerdings betont die IG Metall, dass es jetzt darum geht, die konkreten Instrumente auf den Weg zu bringen. Dazu kommt: Die Entwicklung des Handlungskonzeptes hat vor der Coronapandemie begonnen und berücksichtigt die dadurch entstandenen Effekte nicht.
Jetzt muss es darum gehen, bis Jahresende kurzfristige Hilfen zur Liquiditätssicherung und konkrete Förderprogramme aufzulegen. Es geht um Investitionen für Anlagen zur klimaneutralen Stahlproduktion bis zu einer Förderung von 50 Prozent der Investitionssumme.

 

Eine Corona Generation verhindern

Die Corona-Krise hat nicht nur Auswirkungen auf die bereits arbeitende Bevölkerung. Auch die Generation, die in das Berufsleben startet, ist stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Betriebe mussten ihre Produktion runterfahren, Lieferketten wurden auseinandergerissen und viele Kolleginnen und Kollegen befinden sich in der Kurzarbeit. Rund jeder zehnte der 492 befragten Betriebe im IG Metall Organisationsbereich (ganz Deutschland) zieht daraus den Schluss, in Zukunft weniger auszubilden. Auch die Chancen für dual Studierende, Werksstudierende und Praktikant*innen Stellen zu finden, werden schlechter.

Wir bei Vallourec bilden auch weiterhin so viele Menschen aus wie vor der Corona-Krise.

Christiane Brenner, zweite Vorsitzende der IG Metall betont: „Es darf keine ‚Generation Corona‘ unter den Auszubildenden und dual Studierenden geben.“ Es müssen Maßnahmen unternommen werden, um dramatische Langzeitfolgen, wie hohe Jugendarbeitslosigkeit zu vermeiden. Um solidarisch durch die Krise zu kommen und die Zukunftschancen der jungen Generation zu erhalten hat die IG Metall Jugend die Kampagne „ORGANiCEsolidarity“ ins Leben gerufen. In der Aktionswoche  „ORGANiCEsolidarity – Ausbildung und (duales) Studium sichern“, vom 28. September bis 2. Oktober finden deshalb zahlreiche dezentral organisierte Veranstaltungen in den Betrieben und in der Öffentlichkeit statt, die zeigen sollen, dass in der Krise auch eine Chance steckt, wenn alle solidarisch zusammenstehen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der IG Metall Seite unter diesem Link

8 gute Gründe

8 gute Gründe für die IG Metall Gemeinsam für gute Arbeit und ein gutes Leben.

Mitbestimmen und verändern, Freizeitunfallversicherung, Unterstützung bei Streik,

Notfallhilfe, Gut informiert, Kompetenz vor Ort, Tarifverträge – unsere stärkste Leistung,

Unser Rechtsschutz.

Integration wählen

Zusammen mit den neuen Stadt-, Gemeinderäten und Kreistagen werden in NRW am 13.9. auch die neuen kommunalen Integrationsräte gewählt. Wir, die IG Metall und alle Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) fordern alle Wahlbeteiligten auf, ihr Wahlrecht zu nutzen und an den Wahlen teilzunehmen. Die Integrationsräte “sind die einzig demokratisch legitimierte Vertretung alle Menschen mit internationaler Familiengeschichte, von denen viele nicht an den Kommunalwahlen teilnehmen dürfen”, heißt es in dem Wahlaufruf des DGB zu den Integrationswahlen. Wählen dürfen in dieser Wahl unter anderem Ausländer/innen, die ein Aufenthalts- oder Niederlassungsrecht in Deutschland haben, staatenlose  oder nicht deutsche EU-Bürger/innen, Aussiedler/innen, Eingebürgerte oder auch Kinder von ausländischen Eltern, die durch ihre Geburt Deutsche geworden sind. Die Integrationsräte sind vor Ort ein wichtiges Bindeglied zu den jeweiligen Stadt- und Gemeinderäten. Weiter heißt es in dem Wahlaufruf, dass sie dafür sorgen, dass die für Migrantinnen und Migranten wichtigen Themen “im politischen Prozess Gehör finden”. Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtig, sie “legitimiert die Integrationsräte in ihrem Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus, für Chancengleichheit im Bildungsbereich und in der Arbeitswelt.”