Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Im September 2016 lag die Jugendarbeitslosenquote im Euroraum bei 20,3 Prozent. Griechenland war am stärksten betroffen. Hier lag die Quote bei 49,8 Prozent, gefolgt von Spanien (48,3 Prozent).

Quelle: Eurostat 2016

Rentenpolitik

Mit Aktionen und in Diskussionen mit Bundestagsabgeordneten werben Metallerinnen und Metaller für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Dabei machen sie deutlich: Die Generationen lassen sich nicht spalten.

Managergehälter

IG Metall will die Vergütungen von Vorständen begrenzen

DAX-Vorstände verdienen im Schnitt 57-mal mehr als durchschnittliche Beschäftigte. Die IG Metall will die Vorstandsvergütungen durch Höchstgrenzen deckeln und stärker an den nachhaltigen Unternehmenserfolg koppeln.

Demo für Europa

Viele Menschen haben am Samstag in der Düsseldorfer Altstadt für ein freies und soziales Europa demonstriert. Unter Ihnen waren auch Vertrauensleute von Vallourec. Auf dem Kundgebungsplatz neben dem Schloßturm demonstrierten sie gegen eine Rückkehr zu Nationalismus und Abschottung. Karnevals-Wagenbauer Jacques Tilly präsentierte zwei seiner Rosenmontags-Wagen unter dem Motto  „Blond ist das neue braun“ Am Schluss der Kundgebung stiegen 300 blaue Luftballons mit den Europa-Sternen in den Himmel.

Faktencheck

BDA

Im Januar 2017 hat die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) unter dem Titel „Fakten statt Zerrbilder. Die Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt“ eine Broschüre veröffentlicht, mit der die Realität am Arbeitsmarkt abgebildet werden soll.

Die Botschaft lautet: Deutschland geht es gut, der Arbeitsmarkt brummt, auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht es bergauf.

DGB

Wir haben diese Broschüre einem Faktencheck unterzogen und sind zu einem anderen Ergebnis gekommen:

Trotz guter Konjunktur gibt es (zu) viele Menschen, die arbeiten und dennoch so wenig verdienen, dass sie kaum über die Runden kommen. Gibt es Menschen, deren Arbeitsplatz unsicher ist, die sich von einer Befristung zur nächsten hangeln, die nur einen Minijob finden oder als Leiharbeiter/innen immer wieder entlassen und dann neu angestellt werden, kurz: die prekär beschäftigt sind.

Aus unserer Sicht bleibt noch viel zu tun, damit mehr Gleichheit, mehr Teilhabe, mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität für alle in Deutschland erreicht werden.

Mit unserem „Faktencheck“ beleuchten wir die Probleme und hoffen, dass wir Euch Argumente für die dringend benötigte Diskussion über die Arbeitsmarktpolitik in unserem Land liefern können.

zum Facktencheck des DGB

 

March for Europe: Ja zu Europa – Nein zum Nationalismus!

Terror, Flucht, Schulden, Millionen Jugendliche ohne Job: Europa steckt in der Krise. Das europäische Projekt, das uns bisher Frieden und Wohlstand gebracht hat, wankt.

Viele missbrauchen jetzt die Lage, um das Ende des vereinten Europas zu fordern. Sie predigen die Überlegenheit der eigenen Nations gemen. Sie schotten sich von den Nachbarn ab. Sie verachten die freie, offene, demokratische Gesellschaft. Sie wollen die Uhr zurückstellen.

Diesen Entwicklungen wollen wir nicht tatenlos zusehen! Aus Anlass der Unterzeichnung der Römischen Verträge – der Grundlage der heutigen EU – vor 60 Jahren rufen wir alle auf, die an die europäische Idee glauben, mit uns gemeinsam einzutreten:

  • Für das gemeinsame, freie, offene und soziale Europa
  • Für das Europa der Werte: Menschenrechte, Meinungs- und Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Verständigung und Solidarität!
  • Für mehr Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger bei der demokratischen Gestaltung Europas!
  • Gegen die Rückkehr zu Nationalismus, Abschottung und Konfrontation!
  • Gemeinsam mit vielen Menschen in Rom und in Berlin treten wir ein für ein starkes demokratisches Europa.

Hauptredner: Reiner Hoffmann, Vorsitzender DGB-Bundesvorstand

Die Vertrauensleute von VAD Düsseldorf Rath treffen sich zum „March for Europe“ am Samstag um 11 Uhr, am IGM-Infostand am Schloßturm, um 11:00 Uhr.

Zum 60. Jahrestag werden Kundgebungen für die europäische Idee zeitgleich in Berlin, Düsseldorf und Rom stattfinden.

Tarifergebnis Eisen- und Stahlindustrie – 4 Prozent in 2 Stufen –

Die Entgelte für die rund 72 000 Beschäftigten steigen ab 01.April 2017 für 13 Monate …um 2,3 Prozent und ab 01.Mai 2018 für 8 Monate um 1,7 Prozent. Der Tarifvertrag endet am 31.12.2018. Die Ausbildungsvergütung steigt durchgehend um den Erhöhungsbetrag des 4. Ausbildungsjahres. Vereinbart wurde auch die Fortsetzung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zum Einsatz von Werkvertragsbeschäftigten.

Knut Giesler, IG Metall Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer: „Das ist ein vertretbares Ergebnis. Es passt zur aktuellen Situation in der Stahlbranche und führt zu einem Reallohnplus bei den Beschäftigten. In den ersten drei Ausbildungsjahren steigt die Ausbildungsvergütung überproportional. Zudem ist die Weiterführung der Altersteilzeit wichtig für die Gestaltung des demografischen Wandels in den Unternehmen und um den älteren Kolleginnen und Kollegen einen guten Übergang in die Rente zu ermöglichen. Diese Regelung trägt, wie auch der Tarifvertrag zum Einsatz von Werkvertragsbeschäftigten, zur Beschäftigungssicherung bei. Dieser hart umkämpfte Kompromiss ist auch ein Verdienst der Warnstreiks der letzten Wochen gewesen.“

Studie: Unfaire Löhne machen krank

Wer sich unfair bezahlt fühlt, dessen Gesundheit leidet, als ob er zehn Jahre älter wäre. Das ist die Erkenntnis des Ökonomen und Verhaltensforschers Armin Falk. Anhand von Untersuchungen und Befragungen hat Falk jezt nachgewiesen, dass ungerecht bezahlte Menschen krank werden und früher sterben. Der Frust schlägt vor allem aufs Herz. Die Wahrscheinlichkeit, am Herz zu erkranken, steigt um ein Drittel, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Zudem sterben Geringverdiener elf Jahre früher als Besserverdiener. Fazit: „Faire Bezahlung ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch der Gesundheit.“

Stahl: Entweder Abschluss oder weiter Druck aus den Betrieben

Warnstreiks in der Stahlindustrie: Mit Power in die entscheidende Runde
Bisher haben sich insgesamt 11 000 Beschäftigte der nordwestdeutschen Stahlindustrie an Warnstreiks beteiligt, meldet „Handelsblatt.com“. Mit dieser Zwischenbilanz startet die IG Metall heute Abend in Düsseldorf gestärkt in die dritte Runde. Dort entscheidet sich, ob es ein Ergebnis gibt oder weiteren Druck aus den Betrieben. Auch heute ruft die IG Metall wieder zu Warnstreiks auf: bei ArcelorMittal in Bremen, HKM in Duisburg sowie bei Thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen. Auch im Osten, wo ebenfalls noch weiterverhandelt wird, sind Beschäftigte aufgerufen, unter anderem bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt.

Arbeitszeiten für ein gutes Leben

Arbeiten rund um die Uhr, auch am Wochenende, Erschöpfung der Arbeitnehmer, räumliche und zeitliche Entgrenzung der Arbeit und Aufweichung der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben drohen der neue Standard zu werden. Die Menschen wünschen sich, dass sich ihre Arbeitszeit ihrem Leben anpasst – nicht umgekehrt. Arbeitszeit soll besser planbar sein und selbstbestimmt – und genau das will auch die IG Metall.