Grundlagen Seminar der IG Metall für neue Vertrauensleute

In der vergangenen Woche fand ein Grundlagen Seminar der IG Metall für neue Vertrauensleute von Vallourec statt. In diesem Seminar wurden die Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit als Vertrauensmann gelegt. Die wichtigsten Themen waren Aufbau und Funktion und Ziele von Unternehmen. Wie funktioniert der BR und die Zusammenarbeit zwischen BR und der IG Metall. Weiterer Schwerpunkte dieses Seminars waren  innerbetriebliche Probleme, sowie die Aussichten unseres Rather Standortes für das Jahr 2017.   Bildungsurlaub

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Foto: Andreas Hamm

Elektroautos: Umstieg könnte Strukturwandel bedeuten

Der Verband der Automobilindustrie geht davon aus, dass „im Jahr 2025 der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Pkw-Neuzulassungen weltweit bei 15 bis 25 Prozent liegen könnte“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Wie viel ein alltagstaugliches Elektroauto 2025 kosten wird und wer daran verdient, beantwortet jetzt eine Studie der Ingenieurdienstleister FEV. Die Elektrifizierung könnte aber auch einen Strukturwandel bedeuten: weg von mittelständisch geprägten Maschinenbau, hin zu einer kapitalintensiven und konzentrierten Zulieferbranche. Was das für die Arbeitsplätze in der Autobranche bedeutet, weiß noch keiner vorher zu sagen.

 

Interview mit dem Nikolaus

Lieber Nikolaus, erst einmal vielen Dank das du dich heute am 06.12. für diese Interview zu Verfügung gestellt hast. Wie unsere Rescheren ergeben haben, bist du als einer der ersten Migranten (geb. im 2. Jahrhundert in byzantinischen Reichs, heute der Türkei)  in die IG Metall eingetreten. Was hat sich seit dieser Zeit verändert?

Erst einmal möchte ich Euch zu Eurem 125 jährigen Jubiläum gratulieren. Es ist schön zu sehen, das sich besonders  in den letzten  125 Jahren  danke der IG Metall vieles  zum positiven Geändert hat.

Nikolaus, an welche Errungenschaften denkst du dann?

125 Jahre IG Metall steht für eine erfolgreiche Gestaltung der Arbeitswelt auf der Grundlage unserer Werte und gewerkschaftlicher Überzeugung. Und 125 Jahre IG Metall bedeutet auch 125 Jahre sozialstaatliche Gestaltung.

Damals im byzantinischen Reichs gab es für die Tagelöhner keine Rechte. Von einer 35 Stunden Woche wurde noch nicht einmal geträumt. Es wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang an 7 Tagen in die Woche gearbeitet.

Wie hast du als Ehrengast damals die Gründung des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV), der größten Vorläuferorganisation der IG Metall im Juni 1891, in Frankfurt erlebt?

Es herrschte dort eine unheimliche Aufbruchsstimmung unter den Arbeitern. Alle waren bereit gemeinsam für eine bessere Arbeits- und eine Lebenswelt zu kämpfen. Und das nicht nur für einzelne Berufsgruppen, sondern für die gesamte Industrie.

Welche IG Metall Errungenschaften schätzt du besonderes?

Ob Lohnfortzahlung, Urlaubsanspruch oder Arbeitszeit – viele sozialstaatliche Errungenschaften sind zunächst auf tariflicher Basis durchgesetzt und schließlich gesetzlich geregelt worden. Auf diese Vorreiterrolle kann die IG Metall stolz sein. Auch ist die Arbeitswelt  ist sicherer und gerechter geworden.

Die IG Metall ist mit Ihren 2,3 Millionen Mitgliedern für die Zukunft gut aufgestellt. Damit ist sie auch eine tragende Säule unserer sozialen Marktwirtschaft.

DIW-Studie: Einkommensungleichheit kostet Milliarden

Seit 1991 hat sich die Einkommensschere immer weiter geöffnet. Dadurch lag das Bruttoinlandsprodukt 2015 um knapp 50 Milliarden Euro niedriger als bei gleichbleibender Verteilung, belegt eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Warum das so ist, erklärt das DIW damit, dass Bezieher unterer und mittlerer Einkommen weniger in ihre Aus- und Weiterbildung investieren könnten und dadurch langfristig Produktivität und Bruttoinlandsprodukt deutlich geringer wachsen. Zudem dämpfe die zunehmende Einkommensungleichheit den privaten Konsum, da Gutverdiener einen größeren Teil ihres Einkommens sparen, berichtet die „Frankfurter Rundschau“.

Deutschland im Stress

Deutschlands Arbeitnehmer brennen aus: 86 Prozent der Bundesbürger leiden unter Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Besonders zu schaffen machen den Betroffenen ständiger Termindruck (38 Prozent), ein schlechtes Arbeitsklima (37 Prozent) und emotionaler Stress (36 Prozent).

Deutschland im Stress

Rentenversicherung: Ausgaben steigen stärker als die Einnahmen

Die Finanzlücke in der gesetzlichen Rentenversicherung wird in den kommenden Jahrzehnten deutlich größer, meldet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Nach Modellrechnungen aus dem Rentenkonzept von Andrea Nahles ist davon auszugehen, dass die Ausgaben bis zum Jahr 2045 von derzeit rund 282,7 Milliarden Euro auf rund 783,5 Milliarden Euro steigen. Im gleichen Zeitraum werden die Beitragseinnahmen auch zulegen, aber nur auf 606,6 Milliarden Euro. Laut eines Sprechers des Arbeitsministeriums soll die Projektion als Beitrag zu einer transparenten und auf Fakten basierten Diskussion beitragen.