Was die Arbeitslosigkeit kostet

Die Ausgaben für die Arbeitslosenunterstützung sowie durch Erwerbslosigkeit verursachte Steuer- und Beitragsausfälle sind zwar gesunken. Dennoch verursacht die Arbeitslosigkeit weiterhin beträchtliche gesamtfiskalische Kosten: Im Jahr 2016 waren es 55,5 Milliarden Euro.

Quelle: IAB, 2017

Lange ohne Job

Am deutschen Arbeitsmarkt läuft scheinbar alles rund. Die Zahl der Erwerbstätigen hat zuletzt mit 44,5 Millionen einen neuen Rekord erreicht. Es gibt aber auch Schattenseiten: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stagniert seit Jahren bei rund einer Million.

Quelle: BA 2017

Was ist eigentlich Fachkräftemangel?

Regelmäßig beschwören Arbeitgeber einen Mangel an Fachkräften herauf. So warnte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft bereits vor zehn Jahren vor einem dramatischen Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren mit milliardenschweren Folgen für das Wirtschaftswachstum. So wenig diese Vorhersage eintraf, so wenig treffen die aktuellen Klagen der Arbeitgeber zu.


Zu den Klagen der Arbeitgeber passt weder die Lage auf dem Arbeitsmarkt – 760000 offenen Stellen stehen knapp 2,4 Millionen Menschen ohne Arbeit gegenüber – noch ihr eigenes Aus- und Weiterbildungsangebot. Bildete 2007 noch fast jeder vierte Betrieb aus, war es 2015 nur noch jeder fünfte.
Die IG Metall erwartet auch in Zukunft keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Wenn Arbeitgeber aber Fachkräfte sichern wollen, werden sie mit Jammern nicht weit kommen. Stattdessen sollten sie in Aus- und Weiterbildung investieren und Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen bieten.
Statt längere Arbeitszeiten zu fordern, sollten sie dafür sorgen, dass Arbeit nicht krank macht und Menschen überhaupt bis zur Rente gesund bleiben. Mit Arbeitszeiten, die in die Abendstunden und Wochenenden ausufern, bringen sich Arbeitgeber selbst um gut qualifizierte Fachkräfte. Nämlich um jene Menschen, die Kinder betreuen oder ältere Menschen pflegen.

 

 

Gehälterungleichheit nimmt zu

Zwei Jahre müssten Beschäftigte arbeiten, damit sie so viel verdienen, wie die Konzernbosse in den vier Tagen des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Globale Ungleichheit: 42 haben so viel wie 3,7 Milliarden.

Im noblen Schweizer Wintersportort Davos trifft sich derzeit die globale Elite, um drängende wirtschaftliche, politische und soziale Fragen zu diskutieren. Ein Thema, das dabei dringend auf die Agenda gehört, ist die wachsende globale Ungleichheit. mehr…

Tarifergebnis bei Holz und Kunststoff

Holz- und Kunststoff: 4 Prozent Plus und überproportional mehr für Azubis.

Die Holz- und Kunststoffbeschäftigten in Baden-Württemberg bekommen mehr Geld: Ihre Löhne und Gehälter steigen ab Mai 2018 um 4 Prozent. Für die Monate Januar, Februar, März und April gibt es zweimal je 150 Euro. Auf dieses Ergebnis haben sich IG Metall und Arbeitgeber nach langen Verhandlungen in Böblingen geeinigt.

Arbeitsmarkt: Neuer Beschäftigungsrekord

Ein Ende des deutschen Jobwunders ist nicht in Sicht: Nach seinem Beschäftigungsbarometer erwartet das Münchener Ifo-Institut, dass die Zahl der Erwerbstätigen im nächsten Jahr weiter zulegen wird, meldet das „Handelsblatt“. Das Barometer stützt sich auf rund 9500 befragte Unternehmen zu ihren Beschäftigungsabsichten und ist im Dezember auf den Rekordwert von 113,5 Punkten gestiegen. Vor allem die Nachfrage der Industrie befeuert den Arbeitsmarkt.

Mehr Geld für Rentner

Lohnsteigerungen und die gute Arbeitsmarktlage führen auch in diesem Jahr zu höheren Renten, meldet die „Frankfurter Rundschau“. Ab Juli können sich die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland auf ein kräftiges Plus freuen. Dabei werden die Ostrenten den Westrenten ein weiteres Stück angeglichen. Im Westen steigen die Altersbezüge um 3,22 Prozent und im Osten um 3,37 Prozent. Damit erreicht der Rentenwert Ost 95,8 Prozent des Westniveaus (bisher 95,7 Prozent).